1. Ein deutscher Blogger-Kollege erfreut sich darüber, dass Westerwelle hinsichtlich des Einsatzes in Libyen richtig lag.
Darob gerät er fast in Verzückung, und wünscht sich am besten daraus resultierend einen grandiosen Sieg für „schwarz-gelb“ zur nächsten Bundestagswahl im Jahre 2013.
Dreimal hab ich angesetzt, einen Kommentar zu schreiben. Jedes Mal aber wieder zurückgezogen und überlegt, einen eigenen Artikel zu schreiben.
Nun tu ich das.
Aber nur wegen der 2. Begebenheit.
Zu Westerwelle: Ob der bezüglich des vollumfänglich völkerrechtswidrigen Angriffskrieges des Westens richtig lag oder nicht, stellt sich für mich marginal dar.
Wichtig für mich –und meine Familie und mein Volk selbstverständlich- ist, wie diese Person ihre (geliehene) Macht UNS GEGENÜBER einsetzt.
Und diesbezüglich will und kann ich UNMÖGLICH für weitere Regierungsjahre von dem und seiner Partei einstehen.
Mit Westerwelle und der FDP zu sympathisieren, weil sie im Fall Libyen richtig lagen, ist das Selbe, wie auf dem Weg zum Schafott mit dem Henker einer Meinung zu sein, dass Vanillepudding mit Schokoladensoße lecker ist.
Das Stück Scheiße (damit meine ich jetzt den virtuellen Henker) wird mich trotzdem köpfen!
Und während ich noch sinniere, wie es sein kann bzw. funktioniert, dass sich Menschen dahingehend beeinflussen lassen, den eigenen Henker für gut zu befinden, weil der außerhalb meiner Tötung mal etwas Richtiges tut, stieß ich heute auf:
2. Über die Kommentarleiste bei As der Schwerter kam ein Artikel hervor, welcher im Januar 2010 eingestellt wurde.
Zitat: „Ich mache das jetzt mal am Beispiel der Taliban-Diskussion fest, die kürzlich lief. Westerwelle möchte unser Geld für ein Taliban-Aussteigerprogramm verbraten.
Das hat in der islamkritischen Szene erwartungsgemäß zu heftigen Empörungsstürmen geführt mit dem ganzen Programm, dass der dumm und verrückt geworden ist, den vorhersehbaren Witzen und Beschimpfungen über ihn und alle Leute, die das gut finden.
Da Westerwelle schwul ist, hatte selbstverständlich auch der obligatorische Baukran seinen gebührenden Auftritt.
Keine Frage – die Idee ist unmöglich, aber darum geht es mir hier nicht.
Mir geht es um die Gemeinsamkeit derer, die das gut finden, und derer, die es besser finden, die Taliban totzuschießen.
Diese Debatte unterscheidet sich durch nichts von der Debatte darüber, ob man jugendliche Verbrecher besser von Sozialarbeitern betreuen lässt oder ob man sie besser in den Knast steckt.
Ganz egal, was man darüber denkt: Es ist eine innenpolitische Debatte! Es ist eine Debatte darüber, wie man am klügsten mit Gesetzesbrechern umgeht, keine Debatte darüber, ob man überhaupt in Afghanistan was verloren hat oder nicht, ob man einen Krieg gegen sie führen soll oder nicht.
Und voilà: Wer die Taliban wie ein innenpolitisches Problem behandelt, der hat die NWO bereits mit Stumpf und Stiel gefressen und verinnerlicht….“ Zitat Ende
DORT findet man die Erkenntnis!
Wer sich aufdrängen lässt, sich über Sonstwas in Sonstwo Gedanken zu machen, wird
a) von den eigenen Problemen abgelenkt,
b) verinnerlicht unbewusst automatisch, dass die Probleme dort irgendwo weit weg im Ausland auch seine Probleme wären, und er, und wir, und unsere Politiker dafür zuständig wären!
In der Tat. Wer so eingestellt ist (eingestellt wurde), ist mental schon sehr nah an der Eine-Welt-Regierung.
Bitte drüber nachdenken…
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